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tar - Archive erstellen und entpacken

Kurzfassung: tar bündelt Dateibäume in Archiven und erhält Besitzer, Rechte sowie Metadaten für konsistente Wiederherstellungen. Mit gzip, xz oder zstd lassen sich passende Kompressionsstufen für Backups, Transporte und langfristige Archivierung wählen. Geeignet für Backups, Transfers und Archivierung über Plattformgrenzen hinweg.

Übersicht

tar (Tape Archive) ist das Standard-Archivierungswerkzeug auf Unix/Linux-Systemen. Es bündelt mehrere Dateien und Verzeichnisse in eine einzelne Archivdatei und bewahrt dabei Metadaten wie Berechtigungen, Eigentümer und Zeitstempel.

Voraussetzungen

Syntax

tar [OPTIONEN] [ARCHIV] [DATEIEN...]

Wichtige Optionen

-c    # Create - Archiv erstellen
-x    # Extract - Archiv entpacken
-t    # List - Inhalt anzeigen
-v    # Verbose - Detaillierte Ausgabe
-f    # File - Archivdatei angeben
-z    # gzip Kompression
-j    # bzip2 Kompression
-J    # xz Kompression
-C    # Change directory - Zielverzeichnis

Anleitung

Schritt 1: Archiv erstellen (gzip)

tar -czf backup.tgz /pfad/zum/verzeichnis/

- Inhalte auflisten

tar -tzf backup.tgz

- Entpacken nach Ziel

tar -xzf backup.tgz -C /ziel/

- Entpacken von tgz (tar mit gzip)

tar -xvzf backup.tgz

- Stärkere Kompression

tar -cJf backup.tar.xz /pfad
tar -cf - /pfad | zstd -T0 -19 -o backup.tar.zst

- Exklusionen und saubere Pfade

tar -czf backup.tgz -C /pfad quelle --exclude='.cache' --exclude-from=exclude.txt

Hinweise

- -C nutzen, um absolute Pfade zu vermeiden; Wiederherstellung wird einfacher. - Rechte/Owner bewahren: als root erstellen/entpacken; ggf. -p nutzen. - Für ACLs/Extended Attributes: –acls –xattrs (bei Bedarf).

Siehe auch

Quellen